
Am 8. Juni ist Welthirntumortag
Wir wollten Zeichen setzen und erinnerten mit verschiedenen Aktionen an einen Tag, der in diesem Jahr bereits zum elften Mal begangen wurde: an den Welthirntumortag am 8. Juni. Der Initiator des Welttages ist die Deutschen Hirntumorhilfe e.V., deren Mitglieder und Freunde aus mehr als 14 Nationen sich gemeinsam für die Belange von Hirntumorpatienten einsetzen. Ziel des Welthirntumortages ist es, die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit für diese nur wenig bekannte Tumorerkrankung zu gewinnen.
Vielen Dank an alle Partner, die sich rund um den Welthirntumortag gemeinsam mit uns engagierten. In folgenden Kliniken fanden am 8. Juni Veranstaltungen statt:
- Essen: Alfried Krupp Krankenhaus Essen – Patientenforum
- Duisburg: Klinikum Duisburg – Infonachmittag in der Eingangshalle
- Frankfurt: Hirntumorzentrum Frankfurt – Tag der offenen Tür
- Göttingen: Neurochirurgie, UM Göttingen – Posterausstellung im Foyer
- Kiel: Neurochirurgie, UKSH Kiel – Informationsveranstaltung
- Marburg: Neurologische Klinik, UKGM Marburg – Informationsveranstaltung
- Solingen: Neurochirurgie, Klinikum Solingen – Informationsveranstaltung
- Stuttgart: Neurozentrum, Klinikum Stuttgart – Neuroonkologisches Symposium
Einen Rückblick auf die diesjährigen Veranstaltungen bietet unser Newsletter.
Allein in Deutschland erkranken jährlich mehr als 6000 Menschen an einem bösartigen, primären Hirntumor. Die Diagnose kann jedoch jeden von uns treffen. Weltweit sind es täglich 580 neue Fälle. Um ein Vielfaches höher ist die Zahl der Patienten mit Hirnmetastasen, die sich infolge von Lungenkrebs, Brustkrebs oder anderen Krebsleiden entwickeln. Bei Kindern sind Hirntumoren die zweithäufigste Krebserkrankung.
Im Kampf gegen Tumoren des Gehirns werden neurochirurgische Maßnahmen, Chemo- und Strahlentherapie, Immun- und Antikörpertherapie eingesetzt. Doch trotz großer Fortschritte in der medizinischen Behandlung ist Heilung nach wie vor nur selten möglich, weil die Lokalisation und die Biologie des Tumors die Therapie besonders schwierig macht. Umso wichtiger ist es, Hirntumoren genauer zu erforschen und Behandlungsmöglichkeiten ständig weiterzuentwickeln. Jede kleine wissenschaftliche Innovation ist ein Erfolg im Kampf gegen diese Krankheit und kann helfen, Überlebenschancen und Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
Für die Betroffenen selbst ist es wichtig, umfassende und aktuelle Informationen zu erhalten, damit sie angemessen mit ihrer Erkrankung umgehen können und über ihre Therapieoptionen Bescheid wissen. Die Kenntnis der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten kann die psychische Belastung durch die Krankheit verringern, die Überlebenschancen erhöhen.
Gemeinsam mit anderen Organisationen macht sich die Deutschen Hirntumorhilfe für die Verbesserung der Patientenversorgung und den internationalen Wissenstransfer stark.
Der Welthirntumortag soll die Öffentlichkeit auf die Situation von Hirntumorpatienten aufmerksam machen und Solidarität mit den Betroffenen und ihren Angehörigen wecken. Er soll auch eine Mahnung an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft sein, sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen. Nur durch aktive Unterstützung der Forschung und eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit können neue Therapien entwickelt und die Heilungschancen von Hirntumorpatienten verbessert werden. Bis dahin gilt es, sich mit vereinten Kräften dafür einzusetzen die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern, Hoffnung zu schenken und Verbundenheit auszudrücken - eben Zeichen zu setzen.
Eine Graue Schleife als Symbol soll an die Solidarität mit Hirntumorpatienten erinnern und wurde in Anlehnung an die Rote Schleife, das weltweite Zeichen der Solidarität mit HIV-Infizierten und Aids-Kranken, entwickelt. Wer die Graue Schleife trägt, zeigt damit seine Anteilnahme und Verbundenheit mit Menschen, die an einem Hirntumor erkrankt sind.



