Aktuelle Beiträge zum Thema Meningeom | Antw. |
|---|---|
| Plaquartig wachsendes Meningeom | 3 |
| Meningeom und Kopfschmerzen | 8 |
| Wie fühlt man sich nach einer OP? | 4 |
| Meningeom | 4 |
| 2. Rezidiv | 4 |
Meningeom - Hirnhauttumor
Meningeome entstehen im Gegensatz zu anderen Hirntumoren nicht aus der Gehirnsubstanz, sondern entwickeln sich aus den Zellen der Hirnhäute. Sie machen ca. 20 % der intrakraniellen, primären Tumoren aus, kommen jedoch auch im Spinalkanal oder intraorbital vor.
Histologie
- langsam wachsende gutartige Meningeome (WHO-Grad I)
- zu Rezidiven neigende atypische Meningeome (WHO-Grad II)
- schnell wachsende anaplastische Meningeome (WHO-Grad III)
Epidemiologie
- 85 % aller Meningeome sind gutartig, 8-10 % atypisch und 2-5 % anaplastisch
- das Erkrankungsalter liegt meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr
- Frauen sind etwas häufiger von dieser Hirntumorart betroffen
Symptome
- abhängig von der Lokalisation und damit zusammenhängenden Kompressionen
- Hirndruckzeichen (z.B. Kopfschmerz)
- neurologische Ausfälle (z.B. Sehstörungen, Gangunsicherheit)
- Epilepsien
- häufig spüren Patienten gar keine Symptome
Diagnose
- Diagnose mittels CT und MRT
- wenn nötig MR-Angiographie, funktionelle MRT und MR-Spektroskopie, PET
- meist scharf begrenzte Raumforderung mit perifokalem Ödem
- intensive homogene Aufnahme von Kontrastmittel
- Neigung zu Verkalkungen
- 9% aller Patienten haben mehrere Meningeome
- 27% der Meningeome weisen genetische Veränderungen auf (Monosomie 22)
- gehäuftes Auftreten bei Neurofibromatose Typ II, vorhergehender Strahlentherapie
- in der Schwangerschaft evtl. beschleunigtes Wachstum**
- Lokalisation: mittelliniennah an Falx, Konvexität und Keilbeinflügel
Therapie
- möglichst komplette operative Entfernung des Hirntumors
- bei gefäßreichen Tumoren ist eine präoperative Embolisation möglich
- bei anaplastischen Meningeomen zusätzlich Strahlentherapie
- bei kleinen, asymptomatischen Meningeomen nicht immer Therapie notwendig
Rezidiv-Therapie
- Re-Operation des Hirntumors
- (Re-)Strahlentherapie
- Chemotherapie z.B. mit Hydroxyurea
- Experimentelle Therapieverfahren z.B. mit antiangiogenem Ansatz
Nachsorge
- alle 6 bzw. 12 Monate Kontrolluntersuchungen (MRT, CT)
- ggf. ophthalmologische, neurologische und endokrinologische Kontrollen
Verlauf
- langsames, verdrängendes Wachstum mit Dura mater-Ausläufern
Prognose
- bei gutartigen Meningeomen entspricht eine vollständige OP meist einer Heilung
- Rezidivhäufigkeit beim WHO-Grad I: 7-20 %*
- Rezidivhäufigkeit beim WHO-Grad II: 30-40 %*
- Rezidivhäufigkeit beim WHO-Grad III: 50-80 %*
*Werte aus klinischen Studien entnommen
**Gegenstand klinischer Studien, Meningeome führen häufig zur Exprimierung von Hormonrezeptoren
Spendenkonto
Aktuelles
Meningeomtherapie
Neue Ergebnisse zur Effektivität von Hydroxy-carbamid
Viren gegen Gliome?
Tumorzellen sollen durch selektive Viren zerstört werden
Anfalls-Prophylaxe?
Vorbeugender Gebrauch von Antiepileptika ist umstritten bei Meningeomen





