Welthirntumortag 2012

Ursachen

Wie entstehen Hirntumoren?

Risikofaktoren und Ursachen für die Enstehung von Hirntumoren sind überwiegend unbekannt. Nach derzeitigem Wissensstand führen weder Umweltfaktoren, Ernährungsgewohnheiten, seelische Belastungen, Stress noch elektromagnetische Felder im Frequenzbereich des Mobilfunks zu einem höheren Hirntumor-Risiko. Auch besteht kein Zusammenhang zwischen Hirnverletzungen und dem Auftreten von Hirntumoren.

 

Einzig die direkte, radioaktive Bestrahlung des Kopfes im Kindesalter, wie sie mitunter für die Behandlung anderer ernsthafter Erkrankungen notwendig wird, steigert das Risiko geringfügig, als Erwachsener an einem Hirntumor zu erkranken.

 

In sehr seltenen Fällen ist die Erkrankung erblich bedingt und geht mit Erbkrankheiten einher, wie die Neurofibromatose (Morbus Recklinghausen), das Turcot-Syndrom, das Hippel-Lindau-Syndrom und das Li-Fraumeni-Syndrom.

  

Bei der erblichen Neurofibromatose vom Typ 1 tritt neben diffusen Astrozytomen sowie anderen Tumoren insbesondere das pilozytische Astrozytom auf, welches häufig (beidseitig) am Sehnerv liegt. Das Turcot-Syndrom kann bei Kindern zu Medulloblastomen, bei Erwachsenen zum Glioblastom führen. Mit dem Hippel-Lindau-Syndrom sind hauptsächlich Hämangiome im Bereich des Kleinhirns assoziiert.

 

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