Gesundheitspolitik

Wie wichtig ist Politik im Interesse der Patienten?

Gesundheitspolitik ist ein wichtiger Bereich für alle Erkrankten. Auch Patienten mit einem Hirntumor sollten viel mehr über diesen Punkt wissen, als sie dies im Allgemeinen tun.
 
Die wichtigsten Entscheidungen im Gesundheitswesen fallen an den Schreibtischen gesundheitspolitischer Einrichtungen wie dem Gemeinsamen Bundesausschuss, dem IQWIG oder dem Gesundheitsministerium. Dabei handelt es sich bei solchen Entscheidungen oft um Fragen der Bezahlung innovativer Medikamente, neuer diagnostischer Verfahren oder alternativer, wirksamer Heilmethoden.

Die Interessen von Hirntumorpatienten vertreten

Die Deutsche Hirntumorhilfe engagiert sich seit Jahren auf gesundheitspolitischer Ebene. Unser oberstes Ziel ist dabei die Sicherung und Verbesserung der Qualität in der medizinischen und psychosozialen Versorgung von Tumorpatienten.

 

Durch Mitarbeit in verschiedenen Gremien, Ausschüssen und Arbeitsgruppen von Politik und medizinischen Fachgesellschaften konnten wichtige Projekte begleitet und vor allem im Interesse von Hirntumorpatienten und Angehörigen mitgestaltet werden.
 

  • Unterstützung der europäischen Arbeitsgruppe HGG-IMMUNO-GROUP
  • ideelle Unterstützung des DKH-Förderprojektes "Deutsches Gliomnetzwerk"
  • Auswertung der Klinik-Qualitätsberichte gem. §137 Abs. 3 Nr. 4 SGB V
  • Vorschlag Konkretisierung gem. §116b Abs. 3 SGB V "ZNS-Tumore" (G-BA)
  • Mandat in der DKG-Zertifizierungskommision Neuroonkologische Zentren
  • Anhörung IQWiG zu patientenrelevanten Endpunkten bei der PET-Diagnostik
  • Stellungnahme zum IQWiG-Vorbericht D06-01D - Nutzenbewertung von PET
  • Stellungnahme zum IQWiG-Entwurf Gesundheitsinformation Kurzbewertung PET
  • Patientenrechtegesetz 2011

Begriffserklärung:

G-BA [Gemeinsamer Bundesausschuss]

 

Der Gemeinsame Bundesausschuss ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland.

 

Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für mehr als 70 Millionen Versicherte und legt damit fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV erstattet werden. Darüber hinaus beschließt der G-BA Maßnahmen der Qualitätssicherung für den ambulanten und stationären Bereich des Gesundheitswesens.

 

 

 

IQWiG [Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen]

 

Das IQWiG ist ein unabhängiges wissenschaftliches Institut, das den Nutzen medizinischer Leistungen und die damit einhergehende Lebensqualität für den Patienten untersucht. Es wurde im Zuge der Gesundheitsreform 2004 als private Stiftung gegründet und ist im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) oder des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) tätig. Finanziert wird das IQWiG aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

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