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Anfalls-Prophylaxe?
Vorbeugender Gebrauch von Antiepileptika ist umstritten bei Meningeomen
Meningeome gehören zu den häufigeren intrakranialen Neubildungen. Oftmals erhalten Patienten aufgrund des erhöhten Risikos für Krampfanfälle, Hirnödem etc. kurz vor und nach einer Operation prophylaktisch antiepileptische Medikamente verschrieben, was allerdings kontrovers diskutiert wird.
Nun wurde von Wissenschaftlern das Outcome nach der Resektion von supratentorialen Meningeomen mit oder ohne prophylaktische Gabe von antiepileptischen Medikamenten in einer systemischen Analyse aufgearbeitet und die Ergebnisse miteinander verglichen.
Aus einer Literaturrecherche (1979-2010) wurden 19 Studien mit insgesamt 698 Patienten einbezogen. In der Untersuchung zeigte sich kein signifikanter Unterschied im Ausmaß der Resektion, in der perioperativen Mortalität oder in der Anzahl der Rezidive zwischen der Gruppe mit antiepileptischer und der Gruppe ohne antiepileptische Behandlung. Auch bezüglich des frühen oder späten Auftretens von Anfällen wurde kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen festgestellt.
Als Ergebnis dieser systemischen Analyse sollte laut der Wissenschaftler ein routinemäßiger Gebrauch von Antiepileptika sorgfältig überdacht werden.
© 13.09.2011 mf, mt, Deutsche Hirntumorhilfe e.V.
Quelle: Journal of Neurosurgery; A review. June 3, 2011; Ricardo J. Komotar, M.D.1, Daniel M. S. Raper, M.B.B.S.2, Robert M. Starke, M.D., M.Sc.3, J. Bryan Iorgulescu, B.S.1, and Philip H. Gutin, M.D.1
1Department of Neurological Surgery, Memorial Sloan–Kettering Cancer Center, New York, New York; 2Royal North Shore Hospital, Sydney, Australia; and 3Department of Neurosurgery, University of Virginia Health System, Charlottesville, Virginia





