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Komplementäres

Komplementäre Methoden in der Hirntumortherapie

Patienten setzen Hoffnung in Naturheilmittel, pflanzliche Medikamente, Homöopathie und andere sanfte Methoden. Dies ist auf den Wunsch zurückzuführen, selbst etwas gegen die Erkrankung zu unternehmen und nichts unversucht zu lassen. In Deutschland stieg die Bekanntheit von traditionellen Heilweisen aus Asien und Amerika in den letzten Jahren enorm. Stellvertretend stehen hier Ayurveda, chinesische Medizin und schamanische Mittel.

 

Viele dieser Verfahren werden begleitend oder ergänzend zur Standardtherapie angewendet, jedoch fehlt in vielen Fällen der wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit, insbesondere für eine Anwendung bei Hirntumoren. Das Hinzuziehen solcher Methoden sollte daher im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt geklärt werden, gerade um eventuelle Wechselwirkungen mit der Standardtherapie zu vermeiden und mögliche Nebenwirkungen rechtzeitig zu erkennen.

 

Da die Kosten komplementärer Maßnahmen in der Regel selbst zu tragen sind, sollte eine Kostenübernahme seitens der Krankenkassen vorab geklärt werden.

 

Typische Beispiele für komplementäre Methoden sind:

  

  • Weihrauch
  • Selen
  • Mistel
  • Vitaminpräparate
  • Kräuterpräparate
  • Homöopathie
  • Ernährungsumstellung
  • Chinesische Medizin
  • Qigong
  • Akupunktur
  • Akupressur
  • Hyperthermie

 

Bitte informieren Sie uns über weitere Verfahren und Erfahrungen, die Sie damit gemacht haben. Danke!

Indizien für Quacksalberei

Betroffenheit kann leicht zu Fehlschlüssen verleiten, da der Patient die Genesung durch einen eigenen Beitrag aktiv unterstützen möchte. Es gibt eine Vielzahl von "alternativen und komplementären" Heilverfahren, die beworben werden. Für den Patienten ist es wichtig zu wissen, woran er sich orientieren kann. Nachfolgend sind einige Hinweise beschrieben, die vor "Quacksalberei" schützen können.

 

Vorsicht ist geboten, wenn die Methode bzw. ein Produkt...

  • durch Hinweise auf exotische Herkunft interessant gemacht wird
  • Heilung bringen soll, wenn Schulmedizin in auswegloser Situation versagt
  • universell gegen viele verschiedene, voneinander unabhängige Erkrankungen wirkt
  • regelmäßig zum Erfolg führt, wobei Misserfolge der Schulmedizin angelastet werden
  • an einzelne Entwickler bzw. Institutionen gebunden ist, die daran verdienen
  • keine Nebenwirkungen haben soll oder die der Schulmedizin reduziert
  • kompliziert ist, so dass Misserfolge auf Anwendungsfehler zurückgeführt werden
  • schon seit Jahren verwendet werden soll, ohne offiziell anerkannt zu sein
  • trotz seiner angeblich hohen Wirksamkeit nicht als Arzneimittel zugelassen ist
  • einzig durch Erfahrungswerte statt wissenschaftlicher Studien „untermauert“ wird

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