Welthirntumortag 2018


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Hirntumor-Informationstag 2017

Patienten fragen Prof. Combs

Zum Vortrag: Moderne Strahlentherapiekonzepte bei Hirntumoren

Wie lange wirkt die Strahlentherapie nach?

„Die Strahlung wirkt biologisch in den Zellen über Wochen und Monate nach. Deswegen spiegelt mitunter das erste Kernspin nach einer Strahlentherapie nicht das volle Ausmaß der Therapie wider.“



Muss vor einer zweiten Bestrahlung eine Operation erfolgt sein?

„Nicht zwingend, aber die Option sollte in jedem Fall geprüft werden. Wenn eine Operation mit einem vertretbaren Risiko für den Patienten möglich ist, sollte sie auch durchgeführt werden. Je kompletter operiert werden kann, desto besser. Patienten, die beide Therapien erhalten, profitieren am meisten.“


Nach welchem Zeitraum kann eine Re-Bestrahlung erfolgen?

 „Je größer der Zeitraum zwischen der ersten und der zweiten Bestrahlung, desto besser. Liegt die erste Bestrahlung weniger als ein halbes Jahr zurück, sind wir sehr zurückhaltend, vor allem dann, wenn der Tumor an derselben Stelle wiederkehrt.“



Muss man bei der Strahlentherapie prophylaktisch Cortison nehmen?

„Das ist heute in der Regel nicht mehr üblich. Nur wenn unter der Strahlentherapie eine Schwellung, Kopfschmerzen oder andere Beschwerden auftreten, geben wir Cortison, aber nicht grundsätzlich jedem Patienten, der bestrahlt wird.“



Fraktionierte Strahlentherapie oder Radiochirurgie – wann ist die eine oder die andere Therapie zu empfehlen?

„Wenn es sich um einen kleineren Tumor handelt, unabhängig von dessen Entität, kommen beide Techniken in Frage. Handelt es sich um einen größeren Tumor, empfiehlt sich eher die fraktionierte Strahlentherapie.“



Welche Spätfolgen können nach einer Strahlentherapie auftreten?

„Heute kann man spezielle Regionen im Kopf, die zum Beispiel für die Merk-, Konzentrations- und Denkfähigkeit der Patienten wichtig sind, besser schützen. Dennoch können neurokognitive Defizite auftreten, auch wenn sich dies gegenüber den älteren Techniken sicherlich verbessert hat. Diese Gefahr steigt mit der Größe des zu bestrahlenden Tumors.“

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