Welthirntumortag 2018


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Hirntumor-Informationstag 2017

Patienten fragen Prof. Herrlinger

Zum Vortrag: Möglichkeiten der medikamentösen Therapie bei Hirntumoren

Ist ein IDH-Wildtyp GradII/Grad III-Tumor ein Glioblastom?

„Das wissen wir nicht. […] Wenn es um Therapieentscheidungen geht, raten wir in einer solchen Konstellation eher dazu, eine aggressivere Therapie zu machen. Eine Therapie, die entweder nur Chemo- oder nur Strahlentherapie beinhaltet, ist bei diesen Tumoren nicht sinnvoll.“



Was ist der MGMT-Status?

„Dabei handelt es sich um einen Marker, dessen Funktionsmechanismus bislang nicht vollständig aufgeklärt ist. Bei einem Drittel der Patienten findet sich eine Veränderung (Methylierung) des MGMT-Genpromotors, die mit einem größeren Benefit einer Temozolomid-Therapie einhergeht. Die Untersuchung des MGMT-Status kann nur am Tumorgewebe erfolgen. Hierfür eignet sich auch das archivierte Paraffinmaterial.“



Welches Temozolomid-Schema ist zu empfehlen?

„Jedes Schema, das vom Standard – 5 Tage geben, 23 Tage Pause – abweicht, hat keine wirklich gute wissenschaftliche Grundlage.“



Ist eine ergänzende Einnahme von Methadon sinnvoll?

„Die Diskussion über das Methadon rührt daher, dass Zellkultur- und tierexperimentelle Daten zeigen, dass die zusätzliche Gabe von Methadon zu dem Chemotherapeutikum Doxorubicin dessen Wirkung verstärkt. […] Doxorubicin spielt jedoch in der Hirntumortherapie keine Rolle. Im Moment wird hauptsächlich Temozolomid mit Methadon kombiniert, was aber einen ganz anderen Wirkmechanismus hat. Ich glaube, dass man die Daten aus der Zellkultur nicht übertragen kann […] Methadon in höherer Dosierung kann zudem sehr müde machen und die Lebensqualität einschränken. Aufgrund meiner Erfahrungen kann ich es nicht empfehlen.“

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