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13.07.2016 16:58

Melanom-Metastasen

Effektive Kombination von Checkpoint-Inhibitoren und Radiochirurgie

Bei Hirnmetastasen des fortgeschrittenen malignen Melanoms (schwarzer Hautkrebs) kann die zeitnahe Anwendung von Immuntherapie und stereotaktischer Radiochirurgie die Überlebensprognose verbessern. Dies ergab eine Studie an der US-amerikanischen Yale School of Medicine in New Haven, Connecticut. Gegenstand der monozentrischen Studie waren 75 Patienten mit malignem Melanom, die infolge dieser Erkrankung Hirnmetastasen entwickelt hatten.

 

Die Patienten wurden zwischen 2007 und 2015 mit einer stereotaktischen Radiochirurgie behandelt, um einzelne Hirnmetastasen zu verkleinern oder zu zerstören. Ein Teil der Erkrankten erhielt gleichzeitig, d. h. innerhalb von vier Wochen nach Strahlentherapie, eine Immuntherapie mit einem Checkpoint-Inhibitor, bei dem anderen Teil der Patienten lagen zwischen Strahlentherapie und Beginn der Immuntherapie mehr als vier Wochen.

 

Bei gleichzeitiger Anwendung der beiden Therapien konnten die bestrahlten Hirnmetastasen erheblich erfolgreicher verkleinert werden als bei der Kombination der Therapien in einem mehr als vierwöchigen Abstand. Dies zeigten Untersuchungen der Patienten nach anderthalb, drei und sechs Monaten. Weiterhin stellten die Autoren der Studie fest, dass eine Immuntherapie mit einem gegen PD-1 gerichteten Inhibitor die Metastasen effektiver verkleinerte als mit einem gegen CTLA-4 gerichteten Wirkstoff.

 

Laut dieser Studie könnten bei zeitnaher Anwendung einer Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren und stereotaktischer Radiochirurgie bei der Behandlung von Hautkrebsmetastasen im Gehirn positive synergetische Effekte entstehen.

 

Abstract zur Studie: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27285122

 

© 13.07.2016 sfr, mth, Deutsche Hirntumorhilfe e.V. | www.hirntumorhilfe.de

 
 

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