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13.06.2016 18:14

Tagung der DGNC

Neurochirurgen treffen sich zur 67. Jahrestagung in Frankfurt

Die 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) fand dieses Jahr vom 12. bis 15. Juni im Congress Center Frankfurt/M. statt und wurde erstmalig zusammen mit der Koreanischen Gesellschaft für Neurochirurgie begangen. Etwa 1.500 Neurochirurgen kamen zu den mehr als 450 Vorträgen und dem wissenschaftlichen Austausch.

 

Schwerpunktthemen in diesem Jahr waren aktuelle Konzepte und Entwicklungen in der Hirntumorbehandlung sowie die intraoperative Bildgebung und intraoperative Überwachung der Hirnfunktionen, aber auch die Behandlung intrakranieller Aneurysmen, die Wirbelsäulenchirurgie insbesondere im Alter und die Epilepsiechirurgie. Begleitet wurde der Fachkongress durch eine Industrieausstelllung, an der sich auch die Deutsche Hirntumorhilfe mit einem Informationsstand zu ihren Aktivitäten beteiligte.

 

Eine der ersten Sitzungen des Kongresses widmete sich der Lebensqualität von Hirntumorpatienten vor dem Hintergrund des Resektionsausmaßes. Hier war man sich einig, dass eine möglichst vollständige Tumorresektion nicht nur mit einer besseren Prognose korreliert, sondern auch, dass die Lebensqualität des Patienten dadurch gesteigert werden kann.

 

Eng mit dem Resektionsausmaß und der gleichzeitigen Sicherheit der Operation verknüpft sind verschiedenste Methoden der präoperativen Bildgebung und des Mappings sowie der intraoperativen Überwachung von Hirnfunktionen. Stichworte in diesem Zusammenhang sind neben der klassischen Bildgebung die navigierte transkranielle Magnetstimulation nTMS, die fluoreszenzgestützte Operation, die intraoperative Bildgebung, das neurophysiologische Mapping oder auch die Wach-Operation. Für all diese Methoden gibt es zahlreiche zum Teil neue Daten und die meisten haben mittlerweile in der modernen Neurochirurgie ihren festen Stellenwert.

 

Im Themenkomplex der experimentellen Neuroonkologie stehen nicht erst seit Veröffentlichung der neuen WHO-Klassifizierung der ZNS-Tumoren verschiedene Mutationen und molekulargenetische Profile des Tumors im Fokus der Forschungsprojekte. Neben der hinlänglich bekannten MGMT-Promotor-Methylierung, der IDH1-Mutation und der 1p/19q-Codeletion, widmet man sich u.a. Mutationen von BRAF oder TERT. Ziel ist es, geeignete Targets für zielgerichtete Therapien zu finden.

 

© 13.06.2016 (Überarb. vom 16.06.2016) mth, Deutsche Hirntumorhilfe e.V. | www.hirntumorhilfe.de

 
 

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