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Hirntumor-Informationstag 2018

Hilfe erfahren und weitergeben

Neue Selbsthilfegruppe in Mittelhessen

Wir freuen uns über eine neue engagierte Ansprechpartnerin: Alia Schilling ruft die erste Hirntumor-Selbsthilfegruppe im Raum Marburg/Gießen ins Leben und hat uns zuvor bereits einige Fragen beantwortet:

 

Wie wurden Sie mit der Erkrankung Hirntumor konfrontiert?


Ich habe die Erkrankung als Angehörige erlebt und meinen Partner durch viele Jahre mit seiner Diagnose Anaplastisches Astrozytom bzw. Glioblastom begleitet. Es war eine intensive Zeit mit Phasen großen Glücks, ganz normalen Alltags, aber auch anstrengender Therapien und ungeahnter Belastungen.

Alia Schilling

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Selbsthilfegruppe zu gründen?


Wir suchten damals vergeblich nach einer Hirntumor Selbsthilfegruppe in unserer Region Mittelhessen. Das Online-Forum der Deutschen Hirntumorhilfe war ein wichtiger Anker: Hier kamen wir mit anderen Betroffenen in Kontakt, erfuhren Rat und Zuspruch von Gleichbetroffenen, aber auch Hilfestellung bei der „Übersetzung“ von Arztbriefen in eine laienverständliche Sprache. Der Austausch war für uns beide besonders wertvoll und brachte Entlastung. Später fand ich zudem in einer Trauergruppe wichtigen Halt.

 

Ich schloss schließlich eine Ausbildung zur Palliativbegleiterin ab und bildete mich zudem als Heilpraktikerin für Psychotherapie fort. Als mich dieses Jahr eine Freundin, deren Mutter an einem Meningeom erkrankte, ansprach, ob ich nicht eine Hirntumor-Selbsthilfegruppe in Mittelhessen gründen wolle, rannte sie offene Türen ein. ich war sofort begeistert von der Idee. Meine Erfahrungen mit Austausch und Unterstützung unter Gleichbetroffenen sind sehr positiv. Die Hilfe, die mir zu Teil wurde, möchte ich nun weitergeben.

Wie kann ich mir ein Gruppentreffen vorstellen?

 

Die Gruppe soll Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Sie dient dazu, sich auszutauschen, voneinander zu lernen, sich gegenseitig Halt zu geben, medizinische Details zu besprechen, Ängste zu nehmen, Hoffnung zu geben … Ebenso ist denkbar, auch mal gemeinsam in einen Freizeitpark zu fahren, Ausflüge zu machen, sich Auszeiten in einem geschützten Rahmen zu nehmen, in dem man sich nicht erklären muss.
Gerne können wir auch Veranstaltungen zum Welthirntumortag oder Informationstage der Deutschen Hirntumorhilfe gemeinsam besuchen.


Wie oft sollen die Treffen stattfinden und wer ist eingeladen?

 

Wir möchten uns zunächst einmal im Monat treffen. Je nach Anzahl der Teilnehmer und der Themen, die wir besprechen möchten, besteht die Möglichkeit, nach einem gemeinsamen Beginn die Gruppe in eine Angehörigen- und Freunde-Gruppe sowie in eine Patientengruppe teilen könnten.

Es ist angedacht, dass es zwei bis drei Themenabende geben wird, in denen Ärzte, Pfleger oder Apotheker für uns über neuste Entwicklungen in Medizin und Behandlung referieren. Insgesamt soll der Austausch in gemütlicher Runde und ungezwungen stattfinden.

 

Ich weiß nicht, ob eine Selbsthilfegruppe etwas für mich ist. Kann ich auch erst einmal probeweise kommen?

 

Natürlich! Die Treffen sind stets offene Angebote. Wichtig ist, dass sich jeder wohlfühlt. Gern stehe ich allen Interessierten, die sich noch unsicher sind, telefonisch oder auch privat zu einem Gespräch vorab zur Verfügung. Ich freue mich über jeden, der mal „Hereinschnuppern“ möchte!


Wann geht es los?

 

Der Gründungstermin ist Freitag, 18.01.2019, um 17:00 Uhr in Fronhausen zwischen Gießen und Marburg.

 

Ich freue mich auf’s Kennenlernen!

Kontakt

Weitere Informationen und Kontaktdaten stellt die Deutsche Hirntumorhilfe unter der Telefonnummer: 0341.5909396 zur Verfügung.

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