Welthirntumortag 2018


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Hirntumor-Informationstag 2017

Podiumsdiskussion III

Welche Antiepileptika müssen während einer Schwangerschaft vermieden werden?

Dr. Patrick House: Manche Medikamente können das Risiko einer Behinderung des Kindes erhöhen. Es gibt gute Daten, die zeigen, dass Lamotrigin und Levetiracetam in dieser Hinsicht sicher sind und das Risiko nicht erhöhen. Valproinsäure dagegen kann in höheren Dosierungen zu Behinderungen führen.


Sollten unter einer antikonvulsiven Therapie regelmäßig Spiegelkontrollen durchgeführt werden?

Dr. Patrick House: Alle Medikamente werden verstoffwechselt über die Leber und/oder die Niere ausgeschieden. Wie gut ein Medikament abgebaut wird, hängt z.B. vom Alter ab. D.h. im längeren Zeitverlauf muss man die Dosis entsprechend anpassen. Da eine Überdosierung neben anderen Begleiterscheinungen auch zu Anfällen führen kann, sind regelmäßige Spiegelkontrollen wichtig.

Dr. Patrick House, Hamburg

Einmaliger, postoperativer Krampfanfall: Wie lange sollten antikonvulsive Medikamente eingenommen werden?

House: Wenn der Anfall 1-2 Wochen nach der OP aufgetreten ist, handelt es sich wahrscheinlich um einen akut-symptomatischen Frühanfall. Eine medikamentöse Therapie ist dann nicht zwingend erforderlich. Da zu diesem Zeitpunkt aber nicht sicher ist, ob eine beginnende Epilepsie vorliegt, wird die antikonvulsive Therapie in diesen Fällen öfter verordnet. Man könnte darüber nachdenken, das Medikament unter EEG-Kontrolle langsam auszuschleichen.

Ist die kombinierte Gabe von CCNU und Temozolomid auch bei nicht-methyliertem MGMT-Promoter sinnvoll?

Dr. Gregor Dresemann: Aus meiner Sicht ja, allerdings im metronomischen Ansatz (d.h. eine kontinuierliche Gabe in geringerer Dosierung). Untersuchungen haben gezeigt, dass durch die kontinuierliche Einnahme von Temozolomid die MGMT-Aktivität abnimmt. Daraus lässt sich die Hypothese ableiten, dass sich die beiden Gruppen (Methylierte und Unmethylierte) unter kontinuierlicher Gabe von Temozolomid angleichen.

Ist Imatinib in Kombination mit Hydroxyharnstoff (Hydroxycarbamid) eine mögliche Alternative zum Stupp-Schema?

Dr. Gregor Dresemann: Nein. Aus heutiger Sicht muss man sagen, dass Imatinib keine Rolle spielt. Ein möglicher Effekt ist aus meiner Sicht auf den Hydroxyharnstoff zurückzuführen.

Dr. Gregor Dresemann, Velen

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