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Therapie

Hirntumoren sollen heilbar werden – so schnell wie möglich!

An einem primären Hirntumor erkranken in Deutschland jährlich über 8.000 Menschen. Darüber hinaus entwickeln über 25 % aller Krebspatienten im Laufe ihrer Erkrankung Hirnmetastasen, sogenannte sekundäre Hirntumoren. Bei Kindern sind die Tumoren des Nervensystems die zweithäufigste Krebserkrankung und die häufigste krebsbedingte Todesursache.
  

Die häufigsten bösartigen Hirntumoren bei Erwachsenen, die malignen Gliome, stellen nach wie vor ein ungelöstes therapeutisches Problem dar. Ganz im Gegensatz zur ernüchternden klinischen Situation steht der Wissenszuwachs über die molekularen Entstehungsmechanismen von onkologischen Erkrankungen.

 

Patienten, bei denen die übliche Standardtherapie bestehend aus Neurochirurgie, Strahlentherapie und Chemotherapie gegen den Hirntumor zu keiner Besserung führt, stehen vor der Wahl einer experimentellen Therapie. Derzeit werden weltweit über 100 klinische Studien für Patienten mit Hirntumor durchgeführt.

Hilfe für Hirntumor-Patienten

Durch die Konfrontation mit seinem Krankenbild, der Prognose und dem möglichen sozialen Abstieg, den Strapazen bei medizinischen Untersuchungen sowie aus dem Nichtwissen entsteht für den Hirntumor-Betroffenen und die Angehörigen eine schwierige Situation.

 

Hinzu kommt die therapeutische Unsicherheit in der Onkologie, mit der Hirntumorpatienten zusätzlich konfrontiert werden. Bei jeder der vielen Stationen (Neurologe, Radiologe, Neurochirurg, Strahlentherapeut, Onkologe etc.), die der Patient durchläuft, geben ihm Spezialisten Auskunft. Aber nicht immer können während der Sprechstunde alle Probleme rund um die Erkrankung Hirntumor geklärt werden, einschließlich der Problemlösungen, die in den Aufgabenbereich anderer Fachärzte fallen oder der Fragen, die man zu diesem Zeitpunkt nicht eindeutig beantworten kann.

 

Einsatz für interdisziplinäre Zusammenarbeit und umfassende Informationen

Eine optimale interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachbereiche bei der Behandlung von Hirntumorpatienten wird nur an großen Einrichtungen ermöglicht. Die Fortschritte der Forschung, neue therapeutische Strategien sowie die Konkurrenz von wissenschaftlich begründeter Medizin mit unkonventionellen und ungesicherten Methoden schaffen Verunsicherung und lösen Fragen aus.

 

Die Informationsmöglichkeiten, mit deren Hilfe die Patienten einen Gesamtüberblick bekommen und bei der Bewältigung ihrer Krankheit mitwirken können, sind sehr begrenzt. Es existiert ein Defizit an Information, Beratung, Aufklärung und psychologischer Betreuung - hier setzt die Deutsche Hirntumorhilfe an und unterstützt Patienten und Angehörige sowie die neuroonkologische Forschung.

 

Verdacht auf Hirntumor

Die Ursachen für Hirntumoren sind weitestgehend unbekannt. Typische Symptome sind Hirndruckzeichen wie Kopfschmerz, Anfälle und neurologische Ausfälle.

 

Bei Verdacht auf einen Hirntumor steht eine Reihe von diagnostischen Verfahren zur Verfügung. Nach Anamneseerhebung und klinischer Untersuchung können bildgebende und gewebsanalytische Methoden eingesetzt werden, um eine gezielte Diagnose stellen zu können. Zu den präoperativen, diagnostischen Schnittbildverfahren zählen: Computer-Tomographie (CT), Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT), Magnet-Resonanz-Spektroskopie (MRS) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET).

 

Eine genaue Klassifizierung des Hirntumorgewebes (Grading) in benigne (gutartig) und maligne (bösartig) kann mit Hilfe einer Biopsie und nachfolgender histologischer bzw. zytologischer Untersuchungen geklärt werden.

Fragen zu klinischen Studien, die Sie Ihrem Arzt stellen können

klinischen Studie allgemein

  • Was ist das Ziel dieser klinischen Studie?

    • Ist die Untersuchung eine Therapiestudie oder eine diagnostische Studie?
    • In welcher Phase befindet sich die klinische Studie und was bedeutet das?
    • Wurde diese Behandlung/Therapie bereits zuvor getestet?
    • Gab es bereits andere Studien die ähnlich zu dieser waren? Wenn ja, welche Resultate gingen daraus hervor?
    • Ist diese Studie Placebo kontrolliert? Kann es sein, dass ich ein Scheinmedikament bekomme?
    • Welche Patienten werden in die klinische Studie miteinbezogen?
    • Wie viele Patienten werden an der Studie teilnehmen?
    • Wie lange wird die Studie gehen?
    • Werde ich über die Ergebnisse der Studie informiert?

 

Einschlusskriterien für die Studie

  • Warum ist die Studie für mich geeignet?

    • Wie sehen meine Behandlungsoptionen aus, wenn ich mich gegen die Studienteilnahme entscheide?
    • Gibt es andere nationale und internationale Studien an denen ich in der jetzigen Behandlungssituation teilnehmen könnte?

 

Mögliche Vorteile und Risiken

  • Wie könnte diese Studie mir helfen?

    • Was sind die möglichen Risiken und Nebenwirkungen?
    • Woher weiß ich, dass die Behandlung anschlägt?
       

 

Praktische Bedenken

  • Was muss ich tun und was darf ich nicht tun, wenn ich an der Studie teilnehme?

    • Muss ich stationär im Krankenhaus bleiben?
    • Muss ich zur Behandlung und zu Tests ins Krankenhaus kommen? Wie oft?
    • Muss ich meine Essgewohnheiten ändern?
    • Wer wird mein Ansprechpartner sein während der Behandlung?
    • Welche Art von Nachuntersuchungen sind für diese Studie geplant?
    • Wer wird die Behandlung bezahlen?
    • Bin ich gegen unvorhersehbare Nebenwirkungen/Beeinträchtigungen versichert?

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