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Hirntumor-Informationstag 2018

Sorgentelefon - Stimmen und Statistiken

Zuhören. Verstehen. Weiterhelfen.

„Herzlichen Dank für Ihr offenes Ohr und Ihre Anregungen! Es ist toll, dass es so ein Angebot gibt! Ich denke, dass ich Sie ein weiteres Mal anrufen werde, wenn ich mal wieder nicht weiter weiß. Ich danke Ihnen.“ (Zitat einer Anruferin am Sorgentelefon)

 

Neben dem Informationsdienst, der vor allem bei medizinischen Fragen rund um Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Hirntumoren Auskunft gibt, hat sich die seit Mai 2006 freigeschaltete Telefonhotline für die seelischen Nöte und Sorgen der Hirntumorbetroffenen etabliert. „’Betroffener’ ist dabei nicht nur der Patient“, so eine Mitarbeiterin des Sorgentelefons. „Ein Hirntumor bringt die ganze Familie aus dem Gleichgewicht, sorgt allseits für Verunsicherung und erfordert Neuorientierung.“

 

Ein Telefonat kann vieles bewirken. Es kann Unklarheiten und Ungewissheiten beseitigen, Mut machen, zu Entscheidungen führen sowie neue Betrachtungsweisen und Denkansätze eröffnen.

 

Jedes Gespräch ist auf die individuellen Bedürfnisse und Fragestellungen des Anrufers angepasst. Seine Gedanken und Gefühle stießen auf Akzeptanz und Verständnis. Am häufigsten setzten sich die Anrufer dabei mit den Themen „Angst“ und „Verunsicherung“, „Zweitmeinung“ und „Wunsch nach bestmöglicher Therapie“, „Umgang mit der neuen Lebenssituation“, „Wesensveränderung“ sowie „Bild von der Zukunft und dem Sterben“ auseinander.

 

Erwartungsgemäß riefen überwiegend Frauen (78%) an. Die Gespräche dauerten durchschnittlich 21 Minuten (maximal 96 Minuten). 73% der Anrufer erhielten Kontaktdaten zu weiterführenden, regional tätigen Stellen, ein Drittel davon waren Hinweise auf ambulante Beratungsdienste, Psychoonkologen und niedergelassene Psychotherapeuten. Das Sorgentelefon wurde von fast doppelt so vielen Angehörigen (66%) wie Patienten (34%) in Anspruch genommen. Die Gruppe der Angehörigen setzte sich dabei vorwiegend aus Partnern, Kindern und Eltern von Hirntumorpatienten zusammen.

 

Aufgrund der positiven Bilanz wird das Projekt „Sorgentelefon" von der Deutschen Hirntumorhilfe auch zukünftig gefördert. Somit haben Hirntumorpatienten und Angehörige weiterhin die Gelegenheit, auch anonym, telefonisch Unterstützung zu bekommen.

  

Jeden Dienstag zwischen 10:00 und 15:00 Uhr sind die psychologisch geschulten Mitarbeiter der Deutschen Hirntumorhilfe am Sorgentelefon unter der Telefonnummer 03437.999 68 67 erreichbar. zurück zum Sorgentelefon

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