Hirntumor-Informationstag 2017


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Hirntumor-Informationstag 2017

... Anja Walczak

Anja Walczak ist jung und erfolgreich in ihrem Beruf als Journalistin. Dann sorgt ein Hirntumor dafür, dass sie im Supermarkt aus den Latschen kippt. Der Tumor drückt erst einmal den Pauseknopf in Anja Walczaks Leben. Überrumpelt von der Diagnose und beschäftigt mit der Frage „Wie erholt man sich von sowas?“ findet sie langsam in ihr Leben zurück.Acht Jahre später ist der Krebs im Gehirn wieder da, insgesamt acht Tumoren werden entfernt.

2017 folgt ihre Geschichte als Buch. Anja Walczak über Berührungsängste, der Alltag nach der Erkrankung und kleine, persönliche Glücksmomente.

In Ihrem Buch „Feinde in meinem Kopf“ berichten Sie ebenso schonungslos wie humorvoll von Ihrer Hirntumorerkrankung. Warum fällt es vielen (Mit-)Menschen so schwer, über die Erkrankung zu sprechen?

 

Es gibt eine Hemmschwelle, den knallharten Tatsachen ins Gesicht zu schauen. Kranke sind ja auch bloß Menschen. Doch mit Humor betrachtet, sinkt diese Hemmschwelle. Ich sage oft: Man kann Erkrankungen nicht weglachen, aber besser mit ihnen leben, wenn man lacht. Probieren Sie es aus, lächeln Sie und wenn dann noch jemand zurücklächelt, geht es Ihnen schon viel, viel besser!

 

Inwiefern hat die Erkrankung Ihre Sicht auf Ihren Alltag verändert? Gibt es etwas, was Sie besonders schätzen?

 

Ich habe keine Angst mehr vorm Tod. Würde ich morgen sterben, wüsste ich, ich habe heute etwas Gutes für mich oder andere getan. Beispiel: Wenn ich einen Bekannten treffe, der meint, wir müssten mal wieder gemeinsam einen Kaffee trinken, dann sage ich, lass uns das JETZT tun! In 80 Prozent der Fälle klappt das. Und danach geht es uns beiden besser. Zeit ist relativ.

 

Sie möchten mit Ihrem Buch anderen Menschen Mut machen. Was hat Ihnen selbst am meisten geholfen?

 

Glückskekse! Wenn es mir schlecht geht, kaufe ich mir einen. Denn wer seine Seele nicht pflegt, kann an einer Krankheit zerbrechen. Da hilft keine Schulmedizin. Und ganz klar, viele liebe Menschen in meiner Umgebung, zum Beispiel die Putzfrau im Krankenhaus, die mit aufmunternden Worten mein eigentlicher Seelsorger war.

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