Welthirntumortag 2018


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Hirntumor-Informationstag 2017

... Olga Slach

Olga Slach ist erst zwei Jahre alt, da verstirbt ihre Mutter an einem Hirntumor. Erinnerungsfotos gibt es fast keine. Lediglich auf einem Bild, das die kleine Olga zusammen mit ihrem Bruder zeigt, sieht man im Hintergrund ein Foto der Mutter an der Wand. Es ist heute ihr wertvollstes Erinnerungsstück und hat die Fotografin auf eine phantastische Projektidee gebracht:

Im Frühjahr ist Ihre Initiative „Memories for Families" entstanden: Drei engagierte Fotografinnen porträtieren Familien, in denen ein Mitglied an Krebs erkrankt ist. Das Projekt ist Ihnen allen eine Herzensangelegenheit, die Shootings werden unentgeltlich durchgeführt. Innerhalb weniger Monate ist die Kooperation stark gewachsen, inzwischen sind Fotografen aus ganz Deutschland beteiligt. Wir sind neugierig: Wie viele Familien haben sich bereits fotografieren lassen?

 

Wir haben gemeinsam bereits 17 Familien bereits kostenlos fotografiert. Da es oft einige Zeit braucht, bis ein Fototermin steht, weil die betroffenen Familien durch Therapien und/oder Operationen zeitlich ziemlich eingebunden sind, sind aktuell bei 13 Familien Termine noch offen, aber für die nahe Zukunft geplant.

 

 

Welche Beweggründe haben Familien, sich fotografieren zu lassen?

 

Ich glaube, die Anfragen der Familien sprechen am besten für sich:

 

"Ich ziehe meinen Sohn von Geburt an alleine groß und keiner weiß, was auf uns zu kommt und wie das Leben danach sein wird. Ich denke schon, dass es einen verändert, dass es uns verändern wird und ich würde die Zeit, die wir jetzt haben, die zwar durch diesen Schicksalsschlag geprägt ist, aber trotzdem schön ist, gerne festhalten wollen."

 

"Mein Sohn ist während meiner ersten Krebsbehandlung entstanden und deshalb noch mal mehr ein Wunder des Lebens für mich. Ich wünsche mir, dass die schöne Zeit / Momente spürbar und sichtbar werden, deswegen würde ich mich sehr über Fotos für die Schatzkiste freuen, die ich gerade für meinen Sohn erstelle.“

 

 

"Im August 2017 wurden zufällig Metastasen gefunden. Bis dahin bin ich komplett gesund gewesen. Ich habe Angst, dass unsere Tochter sich aufgrund ihres jungen Alters nicht genug an mich erinnern kann."

 

"Gerne würde ich die Zeit meiner Krankheit in Bildern festhalten, die uns zeigen, dass es trotz der belastenden Therapien und Behandlungen Freude und Leichtigkeit gab."

 

"Wir haben noch nie so ein Shooting gemacht, und ich würde mich sehr freuen, wenn es von uns noch schöne Familienfotos nach meiner Diagnose geben würde, damit mein Sohn mich später auch noch anders in Erinnerung behält." 

 

 

Was bedeutet Ihnen persönlich die Zusammenarbeit mit den Familien?

 

Die Zusammenarbeit mit den Familien ist jedes Mal ein Ereignis. Unabhängig davon, welche Krebsart oder welches Stadium das ist, viele der betroffenen Familien versuchen, das Leben und die Zeit gemeinsam zu genießen, so gut und solange es noch geht. Das nehme ich nach solchen Shootings immer wieder mit auf den Weg. 

Es ist immer dieses gemischte Gefühl aus Traurigkeit über das Schicksal der Familie, aber auch Freude, die Erinnerungsbilder verschenken zu dürfen. Man bekommt viel mehr zurück, als man gibt. Man hält die Geschichte der Familie in Bildern fest, was später der wertvollste Schatz sein wird.

 

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