Klinische Studien

Neue Therapieansätze und medizinische Neuerungen auf dem Prüfstand

In vielen Zentren werden im Rahmen der Hirntumortherapie klinische Studien angeboten. Betroffene haben so die Chance, von neuen Therapieansätzen zu profitieren, die anderenfalls noch nicht verfügbar sind. Dabei steht der Hoffnung auf eine höhere Lebensqualität oder auf Heilung die Angst vor möglichen Risiken entgegen, da man von einem neuen Verfahren noch nicht alles wissen kann.

 

Klinische Studien sind jedoch keine tollkühnen Experimente am Menschen. Die Sicherheit der Teilnehmer muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein. An die präklinischen Tests (Labor- und Tierversuche), welche die Grundlage des Studienprotokolls bilden, schließen sich drei Phasen der klinischen Prüfung an:

 

In der Phase I (Toxizitätstest) werden die Toxizität und die Verträglichkeit einer neuen Substanz mit sehr wenigen Teilnehmern untersucht.

 

In der Phase II (Wirksamkeitstest) werden die Wirkungsweise, die Art der Anwendung und die Dosis an einer größeren Gruppe von Patienten getestet.

 

In der Phase III (Vergleich mit bewährten Methoden) wird bei einer großen Zahl von Patienten getestet, ob die neue Therapie überlegen ist.

 

Sollten die Ergebnisse aller drei Phasen Sicherheit und Wirksamkeit einer Therapie belegen, wird ein Antrag auf Zulassung gestellt.

 

Die Deutsche Hirntumorhilfe möchte alle Patienten ermutigen, sich über die Möglichkeit der Teilnahme an Studien zu informieren. Die permanente Information über klinische Studien ist Grundvoraussetzung für eine optimale Therapie und Aufklärung von Hirntumorpatienten.

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