BCNU-Wafer

Lokale Chemotherapie mit BCNU-Wafer beim Glioblastom

Der Einsatz von BCNU-Wafern findet bei Patienten mit neu diagnostiziertem Glioblastom und in der Rezidivbehandlung des Glioblastoms Anwendung, sofern eine operative Resektion indiziert ist. Es handelt es sich um eine lokale Chemotherapie mittels Polymerimplantaten. Ein Implantat hat einen Durchmesser von 14 mm und 1mm Dicke. Nach Entfernung des Tumors werden bis acht dieser BCNU-Wafer in den entstandenen Hohlraum eingelegt. Das Wirkprinzip basiert auf einer verzögerten Freisetzung des Zytostatikums Carmustin (BCNU) aus den Polymerimplantaten. Sie lösen sich innerhalb von zwei Wochen auf und setzen dabei die Chemotherapie frei.

 

Ein Implantat enthält 7,7 mg Carmustin, woraus sich beim Einsatz von 8 Implantaten in der Tumorresektionshöhle eine Dosis von 61,6 mg Carmustin ergibt.

 

Zu den Nebenwirkungen der Methode zählen epileptische Anfälle, intrakraniale Infektionen, anormale Wundheilung und Hirnödeme. 

 

 

 

Aktuelles

Leben mit Meningeom

Erfahrungen, Symptome und Herausforderungen

> mehr

DGNC-Jahrestagung 2020

Virtueller Austausch zwischen Experten der Neurochirurgie

> mehr

Tumortherapiefelder: DHH-Stellungnahme

Lebensqualität und Tumortherapiefelder bei GBM-Patienten

> mehr