Meningeom

Meningeome entstehen im Gegensatz zu anderen Hirntumoren nicht aus der Gehirnsubstanz, sondern entwickeln sich aus den Zellen der Hirnhäute. Sie machen ca. 20 % der intrakraniellen, primären Tumoren aus, kommen jedoch auch im Spinalkanal (Rückenmarkskanal) oder intraorbital (innerhalb der Augenhöhle) vor.

Aktuelles aus dem Meningeom Forum

 

Aktuelle Beiträge zum Thema Meningeom

Antw.
OP steht bevor7
Neuvorstellung13
Op aus IntensivPlatzgründen 4 mal verschoben69
Knochenersatz35
Verkalktes Meningeom?8

Histologie der Meningeome

  • langsam wachsende (gutartige) Meningeome (WHO-Grad I)
  • zu Rezidiven neigende atypische Meningeome (WHO-Grad II)
  • schnell wachsende anaplastische Meningeome (WHO-Grad III)

 

Epidemiologie der Meningeome

  • 85 % aller Meningeome sind gutartig, 8-10 % atypisch und 2-5 % anaplastisch
  • das Erkrankungsalter liegt meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr
  • Frauen sind etwas häufiger von dieser Hirntumorart betroffen

 

Symptome der Meningeome

  • abhängig von der Lokalisation und damit zusammenhängenden Kompressionen
  • Hirndruckzeichen (z.B. Kopfschmerz)
  • neurologische Ausfälle (z.B. Sehstörungen, Gangunsicherheit)
  • Epilepsien
  • häufig spüren Patienten keine Symptome

 

Diagnose der Meningeome

  • Diagnose mittels CT und MRT
  • wenn nötig MR-Angiographie, funktionelle MRT, MR-Spektroskopie und PET
  • meist scharf begrenzte Raumforderung mit perifokalem Ödem
  • intensive homogene Aufnahme von Kontrastmittel
  • Neigung zu Verkalkungen
  • 9% aller Patienten haben mehrere Meningeome
  • 27% der Meningeome weisen genetische Veränderungen auf (Monosomie 22)
  • gehäuftes Auftreten bei Neurofibromatose Typ II, vorhergehender Strahlentherapie
  • in der Schwangerschaft evtl. beschleunigtes Wachstum**
  • Lokalisation: mittelliniennah an Falx, Konvexität und Keilbeinflügel


Therapie der Meningeome

  • möglichst komplette operative Entfernung des Hirntumors
  • bei gefäßreichen Tumoren ist eine präoperative Embolisation möglich
  • bei anaplastischen Meningeomen zusätzlich Strahlentherapie
  • bei kleinen, asymptomatischen Meningeomen nicht immer Therapie notwendig

 

Rezidiv-Therapie der Meningeome

  • Re-Operation des Hirntumors
  • (Re-)Strahlentherapie
  • Chemotherapie z.B. mit Hydroxyurea
  • Experimentelle Therapieverfahren z.B. mit antiangiogenem  Ansatz

 

Nachsorge der Meningeome

  • alle 6 bzw. 12 Monate Kontrolluntersuchungen (MRT, CT)
  • ggf. ophthalmologische, neurologische und endokrinologische Kontrollen

 

Verlauf der Meningeome

  • langsames, verdrängendes Wachstum mit Dura mater-Ausläufern

 

Prognose der Meningeome

  • bei gutartigen Meningeomen entspricht eine vollständige OP meist einer Heilung
  • Rezidivhäufigkeit beim WHO-Grad I: 7-20 %*
  • Rezidivhäufigkeit beim WHO-Grad II: 30-40 %*
  • Rezidivhäufigkeit beim WHO-Grad III: 50-80 %*

 

*Werte aus klinischen Studien entnommen

**Gegenstand klinischer Studien, Meningeome führen häufig zur Exprimierung von Hormonrezeptoren

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