Glioblastom

 

Achtung! Am 21.04.2018 findet der überregionale Hirntumor-Informationstag statt, der besonders für Patienten mit Glioblastom interessant ist. Eine Anmeldung ist nur noch vor Ort möglich.

 

Das Glioblastom (Glioblastoma multiforme) ist ein hirneigener Tumor, der sich aus den Gliazellen, dem Stützgewebe des Gehirns, entwickelt. Laut WHO-Klassifikation wird dieser aggressiv wachsende Tumor als Grad IV eingestuft.

Histologie der Glioblastome

  • rasche Zellteilung, daher schnelles Wachstum
  • wird mit dem WHO-Grad IV klassifiziert

 

Epidemiologie der Glioblastome

  • durchschnittliches Alter der Betroffenen zwischen 45 und 70 Jahren, jedoch können auch jüngere Patienten betroffen sein
  • Männer sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen
  •  
    Symptome der Glioblastome

  • Hirndruckzeichen (z.B. Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen)
  • neurologische Ausfälle (Sehstörungen, Sprachstörungen, Paresen)
  • Epileptische Anfälle
  • Psychische Veränderungen (z.B. leichte Reizbarkeit, Desorientierung)

 
Diagnose der Glioblastome

  • sehr kurze Anamnese von Wochen oder wenigen Monaten
  • Diagnose mittels MRT (Methode der Wahl ) und CT
  • wenn differentialdiagnostisch notwendig SPECT und PET
  • starke heterogene Kontrastmittelaufnahme
  • zentral verminderte Signalintensität (ringförmige Kontrastmittelanreicherung)
  • Neigung zu großvolumiger zentraler Nekrose
  • peritumoröse Ödembildung
  • diffuse Infiltration in umliegendes Hirngewebe
  • Hauptlokalisation: Großhirnhemisphären und Balken (Schmetterlingsgliom)
  • umgeben von einem ausgedehnten "fingerförmigen" Marklagerödem
  • bei Diagnose oft bereits größer als 2 cm im Durchmesser
  • Differentialdiagnose: z.B. Metastase, Schlaganfall

 
Therapie der Glioblastome

    Rezidiv-Therapie der Glioblastome

  • Re-Operation
  • Re-Bestrahlung, ggf. Radiochirurgie
  • Chemotherapie, ggf. mit verändertem Chemotherapeutikum/Schema
  • Einschluss in eine klinische Studie

 
Nachsorge

  • erstes MRT bis 72 Stunden nach der Operation
  • Kontrolluntersuchung 6-8 Wochen nach der Strahlentherapie (MRT)
  • danach alle 2-3 Monate Kontrolluntersuchungen (MRT als Methode der Wahl, CT)
  • ggf. zusätzlich FDG-PET, MR-Spektroskopie o.a. zur Differenzierung

  
Verlauf der Glioblastome

  • relativ schnelles Wachstum mit starker Infiltration des umliegenden Gewebes
  • Rezidiv auch nach erfolgreicher Therapie meist innerhalb von einem Jahr

 

 

Aktuelles

Stellenwert Immuntherapie

Sind Immuntherapien der neue Therapiestandard in der Neuroonkologie?

> mehr

Zerebrale Metastasierung

Ist die Ganzhirnbestrahlung out? Oxford-Debatte auf dem Krebskongress 2018

> mehr

CeTeG-Daten vom SNO

Chemotherapie aus CCNU und TMZ zeigt signifikanten Überlebensvorteil

> mehr